Dokumentarfilmreihe  -  Land des Honigs

Fr., 03.04.2020, 19.30 Uhr

Dokumentarfilm
MAZ 2019, 90 Min., FSK ab 6, OmU
 
Regie: Tamara Kotevska, Ljubomir Stefanov
Mit: Hatidze Muratova, Nazife Muratova, Hussein Sam,
Ljutvie Sam

 

>>Trailer anschauen

 

land des honigs web

 

©Neue Visionen

In einem entlegenen mazedonischen Dorf steigt Hatidze, eine etwa 50-jährige Frau, täglich einen Berghang hinauf. Sie macht sich auf den Weg zu ihren zwischen den Felsspalten lebenden Bienenvölkern. Ohne Gesichts- oder Handschutz entnimmt sie sanft die Honigwaben und singt dabei ein uraltes Lied. Zurück auf ihrem Bauernhof kümmert sich Hatidze um ihre handgemachten Bienenkörbe und ihre bettlägerige Mutter. Gelegentlich fährt sie in die Hauptstadt, um ihren Honig und die Körbe zu verkaufen. Eines Tages lässt sich eine Nomadenfamilie auf dem Nachbargrundstück nieder und in Hatidzes beschauliches Bienenkönigreich ziehen schallende Motoren, sieben kreischende Kindern und 150 Kühe ein.
Doch Hatidze freut sich über die neue Gesellschaft und lässt weder sich noch ihre bewährte Imkerei oder ihre Zuneigung zu den Tieren stören. Doch bald trifft Hussein, das Oberhaupt der Familie, Entscheidungen, die Hatidzes Lebensweise für immer zerstören könnten.

Wie kaum ein anderer Dokumentarfilm erzählt LAND DES HONIGS eine grandiose und wahrhaftige Naturgeschichte. Mit den Mitteln filmischer Poesie stellen die Regisseure die Biene ins Epizentrum eines fundamentalen Widerspruchs unserer Zeit. LAND DES HONIGS spürt den Veränderungen nach, die sich in die Beziehung zwischen Mensch und Biene eingeschlichen und damit unser aller Welt für immer verändert haben.

  

Dokumentarfilmreihe  -  Diego Maradona

Fr., 28.02.2020, 19.30 Uhr

Dokumentarfilm, Sport
GB 2017, Kinostart 2019, 130 Min, FSK ab 12
 
Regie: Asif Kapadia
Mit: Diego Maradona
 

>>Trailer anschauen

 

diego maradona 

©DCM

Dokumentarfilm über den legendären argentinischen Fußballer samt seiner sportlichen Erfolge als auch den persönlichen Verfehlungen.

Der Oscar-prämierte Regisseurs Asif Kapadia schafft mit über 500 Stunden unveröffentlichtem Filmmaterial aus Maradonas persönlichen Archiv ein sensibles Porträt über die legendäre „Hand Gottes“. Er ergänzt dieses schlüssig durch Interviews mit Zeitzeugen.

Am 1984 wechselte Maradona für eine Ablösesumme, die die Welt noch nicht gesehen hatte, von Barcelona nach Neapel. Sieben Jahre lang fuhr Neapel mit Maradona auf der Erfolgsspur. Der meist gefeierte Fußballspieler der Welt und die hitzigste und zugleich gefährlichste Stadt Europas schienen sich perfekt zu ergänzen. Auf dem Platz war Maradona ein Genie – neben dem Spielfeld feierten sie ihn wie einen Gott. Der charismatische Youngstar führte Neapel zu seinem ersten Titel.

Diego konnte ein Wunder nach dem anderen auf dem Spielfeld vollbringen. Es war der Stoff, aus dem Träume gemacht sind. Aber die Realität holte ihn letztendlich ein. Neben seinem sportlichen Karriereweg kommen auch seine fragwürdigen Verbindungen zur Camorra und sein Doping- und Drogenmissbrauch zur Sprache. In der jüngeren Vergangenheit machte Maradona meist nur noch mit gesundheitlichen Problemen in Folge des Drogenkonsums auf sich aufmerksam.  

Dokumentarfilmreihe  -  Das innere Leuchten

Fr., 31.01.2020, 19.00 Uhr

Dokumentarfilm
D 2019, 100 Min, FSK ab 6

Regie: Stefan Sick

Anschließend Filmgespräch
mit VertreterInnen des Netzwerks Demenz
Cochem-Zell
 

>>Trailer anschauen

 

Das innere Leuchten 

©Ama Film

Eindringlicher Dokumentarfilm, der den Alltag in einer Einrichtung für Demenzkranke schildert.

Demenz, eine schockierende Diagnose, die für die Betroffenen sowie für ihre Angehörigen viel verändert. Dabei kann Annahme der Krankheit und die Akzeptanz der Auswirkungen auf das Leben ebenso schwierig sein wie die Suche nach einem angemessenen Umgang mit ihr. Vielleicht geht es aber viel mehr um ein Mitfühlen, als um ein Verstehen?

Der Dokumentarfilmer Stefan Sick erforscht in seinem Film beobachtend den Alltag von Menschen mit Demenz. Er konzentriert sich hauptsächlich auf positive Situationen und Begegnungen, etwa beim Musizieren, Ballspielen, Lesen oder im einfachen Gespräch und baut eine starke emotionale Nähe zu ihnen auf. Der Film wagt eine poetische Interpretation dieses besonderen Zustands. Er soll dazu beitragen, Ängste im Umgang mit Demenz abzubauen und jeden einzelnen als Menschen zu akzeptieren, der an dieser komplexen und sehr schwer zu verstehenden Krankheit leidet. Denn Demenzkranke bleiben trotz ihres Leidens sensible Wesen, die Aufmerksamkeit verdient haben.