A Star Is Born

A Star Is Born: Romantisches Musiker-Drama mit Lady Gaga als Nachwuchsstar, der mithilfe ihres Mentors, Bradley Cooper als gescheiterter Popstar, den Durchbruch schafft.

Trotz ihres Talentes ist der jungen Country-Sängerin Ally der Durchbruch im Musikbusiness nicht gelungen. Von einem schlecht bezahlten Gig schleppt sie sich zum nächsten und hofft, irgendwann entdeckt zu werden. Als sie eines Tages den Country-Superstar Jackson Maine trifft, ist er überwältigt von ihrem Talent. Doch Ally muss bald feststellen, dass sich die Karriere des Superstars seit einiger Zeit auf Talfahrt befindet.
Während Ally und Jackson eine turbulente Beziehung beginnen, schafft Ally endlich den Durchbruch. Bald ist Jackson vergessen. Ally leuchtet als neuer Stern am Country-Himmel. Liebe, Ruhm und Geld vermischen sich immer komplizierter miteinander, als die beiden Künstler sich gegenseitig miteinander messen und doch voller Leidenschaft füreinander brennen. Kann Jackson akzeptieren, dass Ally seinen Platz eingenommen hat?

Reboot eines Klassikers

„A Star Is Born“ ist nicht der erste Versuch, den 30er-Jahre Klassiker „Ein Stern geht auf“ zu modernisieren. In der Vergangenheit adaptierten bereits zwei weitere Filme den Stoff. Im Jahr 1954 etwa schlüpften Judy Garland und James Mason für das Remake „Ein neuer Stern am Himmel“ in die Rolle des gegensätzlichen Pärchens. Mit Barbara Streisand und Kris Kristofferson wurde „A Star Is Born“ Ende der 70er-Jahre dann noch einmal aufgelegt.
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Augenblicke - Gesichter einer Reise

Augenblicke: Gesichter einer Reise: Oscarnominierte Doku über die Fotoreise der 89-jährigen Filmemacherin Agnès Varda und dem 34-jährigen Fotokünstler JR quer durch Frankreich.
Den jungen Streetart-Künstler JR und die große Filmemacherin des Nouvelle Vague, Agnès Varda, trennt zwar das Alter. Was sie verbindet ist jedoch die Liebe zur Kunst und vor allem zur Fotografie. Gemeinsam reisen sie durch das ländliche Frankreich und begeben sich auf die Suche nach dem Zufall. Unterwegs sind sie in dem Fotomobil von JR, einem Fotoautomaten auf Rädern, der Bilder in Großformat ausdruckt. Unterwegs begegnen sie zahllosen Menschen, deren Porträts sie auf Wänden verewigen.

„Augenblicke: Gesichter einer Reise“ — Hintergründe

Fabrikarbeiter, Briefträger, eine Ziegenbäuerin oder die letzte Bewohnerin einer Abbruchsiedlung — auf ihrer Reise durch Frankreich haben der Künstler JR und die Filmemacherin Agnès Varda („Vogelfrei“) zahllose Zufallsbekanntschaften geschlossen. Immer auf der Suche nach einem neuen Gesicht, einem neuen Ausdruck kommen sie mit bisher unerzählten Geschichten in Kontakt. Zum Schluss kleben sie die überlebensgroßen Porträtfotos auf Fassaden, Züge oder Container. Dann geht die Reise weiter.
Die Dokumentation „Augenblicke: Gesichter einer Reise“ feierte auf den Filmfestspielen von Cannes 2017 ihre Premiere. Seither konnte der lebensfrohe Film zahllose Preise gewinnen und wurde sogar für den Oscar als Bester Dokumentarfilm 2018 nominiert.
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Ballon

Ballon: Michael „Bully“ Herbig verfilmt die spektakuläre DDR-Flucht zweier Familien mit einem selbstgebauten Heißluftballon im September 1979.

16. September 1979: Mitten in der Nacht laden Peter Strelzyk und sein Freund Günter Wetzel die Materialien für ihre spektakuläre DDR-Flucht aus dem Auto. Aus Regenmantelstoff haben sie die 100 Kilo schwere Ballon-Hülle angefertigt, die kleine Gondel, in der die Männer mitsamt ihren Frauen Petra und Doris sowie den vier Kindern Platz finden, ist selbst geschweißt. Das Unternehmen ist hochriskant. Das Westradio hat Nordwind angesagt — jetzt oder nie. Da riskiert ein fataler Fehler das gesamte Unternehmen.

„Ballon“ — Hintergründe

Die spektakuläre Flucht der Familien Strelzyk und Wetzel ist in die gesamtdeutsche Geschichte eingegangen. Im Jahr 1979 glich die innerdeutsche Grenze bereits einem Minenfeld, eine Flucht aus der DDR über Land schien unmöglich. Doch auch die Ballon-Fahrt birgt dutzende Risiken, wie zum Beispiel die Beschaffung des notwendigen Stoffes. Eine erste Verfilmung der Geschichte kam bereits 1982 unter dem Titel „Mit dem Wind nach Westen“ in die Kinos.

Seinen Abschied vom komödiantischen Fach hatte Michael „Bully“ Herbig bereits nach dem Kinostart von „Bullyparade – Der Film“ erklärt. Mit dem Tatsachen-Thriller „Ballon“ folgt Bully Wort und verfilmt eine Geschichte, die ihn laut eigenen Angaben, seit Jahren beschäftigt hat. Der Cast kann jedenfalls begeistern. Mit dabei sind Friedrich Mücke („SMS für Dich“), Karoline Schuch („Ich bin dann mal weg“), David Kross („Simpel“), Jella Haase („Fack Ju Göhte 3“) sowie Alicia von Rittberg („Jugend ohne Gott“) und Thomas Kretschmann („What a Man“).
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Casablanca

Meisterhaftes Drama von Michael Curtiz mit Humphrey Bogart als zynischer Aussteiger, der im Zweiten Weltkrieges seine große Liebe, Ingrid Bergman, trifft.


Marokko 1941: Während in Europa der Zweite Weltkrieg tobt, bleibt das französische Protektorat weitestgehend unbehelligt, da es dem Nazi-treuen Vichy-Regime untersteht. Für viele Flüchtlinge ist Casablanca deshalb der erste Anlaufpunkt, um in die USA in Sicherheit zu gelangen. Auch der Widerstandskämpfer Victor Laszlo kommt mit seiner Frau Ilsa Lund in die Stadt. Doch Nazis sind schon hinter ihm her.
Sowohl der Major Strasser als auch der Polizeichef Renault sind Laszlo auf der Spur. Der versucht händeringend, ein Visum für die Überfahr zu ergattern. Dafür braucht er die Hilfe des gestrandeten US-Amerikaners Rick, der bereits im Spanischen Bürgerkrieg gekämpft, nun aber den Glauben verloren hat. Grund dafür ist die schicksalshafte Affäre mit Ilsa Lund, die Rick schon einmal über den Weg gelaufen ist.


„Casablanca“ — Hintergründe


Unter dem Eindruck des Zweiten Weltkrieges hat Regisseur Michael Curtiz einen der größten Filmklassiker aller Zeiten produziert, der in einem Zug mit Meisterwerken wie „Vom Winde verweht“ genannt wird. Kaum ein Leinwandpaar ist so schön wie Humphrey Bogart als desillusionierter Abenteurer und Ingrid Bergman als große Verführerin. Eine Konstellation, die eigentlich kein Happy-End zulässt. Doch „Casablanca“ macht das Unmögliche wahr — das Kino siegt über die Wirklichkeit.
Das Drehbuch zu „Casablanca“ basiert auf dem Theaterstück „Everybody Comes to Rick’s“, das am 8. Dezember 1941, einen Tag nach Pearl Harbor und damit am Tag des Kriegseintritts der USA, zu den Produzenten von Warner Bros. geschickt wurde. Die haben der Geschichte einen großen Erfolg prognostizierten. Und damit ein goldenes Händchen bewiesen. „Casablanca“ wurde im Jahr 2002 vom American Film Institut zum besten US-Film aller Zeiten gewählt.


„Casablanca“ — Auszeichnungen


„Ich schau dir in die Augen, Kleines“ — das romantische Drama „Casablanca“ ist nicht nur einer der vielleicht am häufigsten zitierte Film aller Zeiten. Darüber hinaus konnte der Klassiker bei der Oscar-Verleihung 1944 gleich acht Oscar-Nominierungen einfahren. Gewonnen hat der Film schließlich in den Kategorien Bester Film, Beste Regie und Bestes adaptiertes Drehbuch.

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Das brandneue Testament

Das brandneue Testament: Skurrile Tragikomödie um Gott, seine kleine Tochter und Menschen, die, als sie ihr Sterbedatum erfahren, wieder Lust am Leben haben.

Gott existiert und lebt in Belgien. Diese Tatsache behält er jedoch für sich und erfreut sich stattdessen vor allem am Unglück seiner Schützlinge. Seine Frau und seine junge Tochter Ea ertragen seine gehässigen Launen meist nur schwer. Ea entschließt sich nach einem Streit mit ihrem Vater dazu, sich in den allmächtigen Computer ihres Vaters einzuloggen und allen Bewohner der Erde eine entscheidende Information zu geben: Der Tag an dem sie sterben werden. Sie ist davon überzeugt, dass die Menschen, anstatt sich von ihrem tristen Alltagsleben beherrschen zu lassen, lieber den spontanen Freuden in ihrer noch verbliebenen Zeit auf Erden hingeben sollen. Fortan regiert natürlich das Chaos. Während die einen ihr Leben nun in vollen Zügen auskosten und sich von einem Hochhaus oder einer Brücke stürzen, gehen die nächsten ihren persönlichen Trieben nach und haben Sex mit einem Gorilla. Gott hat natürlich alle Hände voll zu tun, wieder für Ordnung auf Erden zu sorgen und nebenbei seine launische Tochter unter Kontrolle zu bringen. Die möchte aus Unmut über ihren Vater, lieber ein brandneues Testament veröffentlichen und so eine neue Weltordnung schaffen.

Der belgische Regisseur Jaco Van Dormael konnte mit seinem neuesten Werk auf dem Cannes Filmfestspielen 2015 seine Weltpremiere feiern. Sein bislang fünfter Spielfilm steht seinen bisherigen Werken wie „Mr. Nobody“ oder „Toto der Held“ in nichts nach, was seine fantastische Bildsprache und skurrilen Charakteren anbelangt. Neben dem Gott-Darsteller Poelvoorde und seiner Frau Moreau sind europäische Größen wie Catherine Deneuve und François Damiens zu sehen.
(www.kino.de)

Das Mädchen aus dem Norden

Die 14-jährige Elle Marja stammt aus dem indigenen Volk der Samen und lebt im Schweden der 1930er Jahre. Ihr größter Traum ist es, später einmal Rentierzüchterin zu werden, doch vorerst besucht sie gemeinsam mit ihrer Schwester ein Internat in Lappland. Weil ihr Volk sich tagtäglich Ausgrenzungen und Vorurteilen ausgesetzt sieht, tut sie alles, um die Anerkennung ihrer Lehrerin zu gewinnen. So hofft sie, ihrem Traum von einem selbstbestimmten Leben näher zu kommen. Doch dann wird an ihrer Schule eine „rassenbiologische“ Untersuchung durchgeführt, was für Elle natürlich hochgradig erniedrigend ist. Darum entscheidet sie sich zu einem radikalen Schritt: Sie lässt ihre Familie hinter sich und zieht in die Stadt Uppsala, um endlich auf eigenen Beinen zu stehen und dort ein neues Leben zu beginnen…
(www.filmstarts.de)

„Das Mädchen aus dem Norden“ — Hintergründe

Amanda Kernells hochgelobtes Spielfilmdebüt erzählt von der systematischen Ausgrenzung der Volksgruppe der Sami im Schweden der 1930er-Jahre. Das Mädchen aus dem Norden (internationaler Titel: „Sami Blood“) wurde bei den Filmfestspielen von Venedig und der Berlinale 2017 gezeigt. Vom Europaparlament wurde das Drama mit dem Lux-Filmpreis ausgezeichnet.
(www.kino.de)

 

Der Dritte Mann

Die Stadt Wien ist nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1948 in Besatzungszonen der vier Siegermächte USA, Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien aufgeteilt. Das Zentrum der Stadt bildet eine fünfte internationale Zone, die von den vier Staaten gemeinsam kontrolliert wird. Der amerikanische Schriftsteller Holly Martins, der billige Wildwestromane schreibt, hat kein Geld mehr und möchte seinen Jugendfreund Harry Lime in der österreichischen Hauptstadt besuchen, da dieser ihm Arbeit angeboten hat. Bei seiner Ankunft muss er jedoch erfahren, dass Lime bei einem Autounfall direkt vor seiner Haustür ums Leben gekommen ist. Von dem britische Major Calloway , den er bei der Beerdigung kennenlernt, erfährt Martins, dass sein alter Freund in den Schwarzhandel verwickelt war. Er kann die Vorwürfe nicht glauben und stellt eigene Nachforschungen an, bei denen ihm bald zahlreiche Ungereimtheiten auffallen: Hinter dem Steuer des Unfallwagens saß Limes eigenen Fahrer, außerdem war er mit zwei Bekannten unterwegs. Auch sein Hausarzt war zufällig in der Nähe und stellte noch am Unfallort den Tod fest. Im Verlauf seiner Recherchen begegnet Martins der ehemaligen Geliebten seines verstorbenen Freundes, die Schauspielerin Anna Schmidt , die gerade aus der russischen Besatzungszone fliehen musste. Die Ermittlungen ziehen Martins in einen tödlichen Strudel aus Betrug, Korruption und Mord, doch er kommt der Wahrheit immer näher…

Der Klassiker des Film Noir von Carol Reed beeindruckt vor allem durch die kontrastreichen Bilder von Kameramann Robert Krasker, der dafür bei der Oscarverleihung im Jahr 1951 mit einer der begehrten Trophäen ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde der Film in den Kategorien „Beste Regie“ und „Bester Schnitt“ nominiert.

www.kino.de

Der Schatz der Sierra Madre

Drei Abenteurer treffen sich in dem mexikanischen Nest Tampico, um gemeinsam auf Goldsuche zu gehen. In der gottverlassenen Einöde der Sierra Madre finden die drei tatsächlich den gelben Schatz - aber er wird ihnen kein Glück bringen. Das Gold verändert sie. Vor allem Dobbs sät Misstrauen unter den Männern und verdächtigt die anderen zwei, ihn hereinzulegen zu wollen. Am Ende sind zwei der drei Goldsucher tot und der Schatz vom Winde verweht. Regisseur John Huston, einer der Großen des Hollywoodkinos, schuf mit "Der Schatz der Sierra Madre" den Archetyp der für ihn typischen Verlierer-Stories, die ihn fortan nicht mehr losgelassen haben.

www.moviepilot.de

Die defekte Katze

Die defekte Katze: Drama von Susan Gordanshekan über die arrangierte Ehe zwischen einem Deutschen mit iranischer Herkunft und einer Frau, die im Iran geboren wurde.

Kian, Arzt mit iranischer Herkunft, hat schon alles ausprobiert, um eine Partnerin zu finden. Weil er kein Glück hat, versucht er es auf die traditionelle Art: Durch arrangierte Treffen. Fast wie ein Blind Date. So trifft er auf Mina, die im Iran lebt. Eine glühende Romanze ist es nicht. Doch es springt ein Funke über. Die beiden wollen es miteinander versuchen.
Mina zieht nach Deutschland zu Kian. Obwohl beide bemüht sind, es dem anderen so leicht wie möglich zu machen, stehen sie vor vielen Hürden. Mina muss sich erst umgewöhnen. Sie findet keinen Job und muss sich mit einem Dasein als Hausfrau abfinden. Kian geht die alte, hässliche Katze, die Mina gekauft hat, auf die Nerven. Ihre Beziehung ist bald so dysfunktional wie die Katze.

„Die defekte Katze“ — Hintergründe

Das symbolträchtige Drama der iranischstämmigen Regisseurin und Drehbuchautorin Susan Gordanshekan („Eisblumen“) blickt tief in den Alltag einer Ehe. Der Film nimmt dabei hauptsächlich die Perspektive von Mina ein, die von Pegah Ferydoni („Türkisch für Anfänger“) gespielt wird. Ihr gegenüber steht Hadi Khanjanpour, der unter anderem bereits im „Tatort: Böser Boden“ zu sehen war. Mit der vielleicht hässlichsten Katze der Filmgeschichte ist Gordanshekan darüber hinaus ein echter Glücksgriff gelungen, der dem Drama eine weitere Dimension eröffnet.

„Die defekte Katze“ feierte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2018 im Rahmen der Perspektive Deutsches Kino.
(www.kino.de)

Die Frau in Gold

Helen Mirren und Ryan Reynolds in einem Film über den zähen achtjährigen Rechtsstreit um die Rückgabe von NS-Raubkunst
Der Film spielt in der Gegenwart, handelt aber von den Wunden der Nazidiktatur: „Die Frau in Gold“ erzählt die wahre Geschichte der in Wien aufgewachsenen Jüdin Maria Altmann (Helen Mirren), die den Besitz von fünf Jugendstilgemälden von Gustav Klimt einfordert, die einst ihren Eltern gehörten und von den braunen Horden beschlagnahmt wurden. Maria gelang die Flucht in die USA, der Rest ihrer Familie starb im KZ. Mit dem jungen Anwalt Randy Schoenberg (Ryan Reynolds) strengt sie einen Prozess zur Rückgabe der Bilder an. Ihre Chancen stehen schlecht: Fürs Wiener Establishment gilt Klimts „Frau in Gold“, das Maria Altmanns Tante zeigt, als „Mona Lisa Österreichs“. So etwas gibt man nicht einfach her, erst recht, wenn das Thema der NS-Raubkunst auf dunkle Flecken der eigenen Vergangenheit verweist. Doch Maria und Randy geben nicht auf. Mit der Hilfe eines linken österreichischen Journalisten (Daniel Brühl) setzen sie 2006 bei einem Schiedsgericht alles auf eine Karte. Regisseur Simon Curtis, der zuvor schon mit „My Week with Marilyn“ einen historischen Stoff bearbeitet hat, gelingt mit „Die Frau in Gold“ ein bewegendes Drama, das um jüdische Identität und den Horror des Holocaust kreist. In geschickt in den Handlungsverlauf eingebetteten Rückblenden wird vom sorglosen Leben der Altmanns vor der Okkupation erzählt, aber auch von der leichtfertigen Annahme, der braune Spuk werde schon bald vorübergehen. Der Naziterror und die Hitler-Begeisterung der Österreicher wird eindringlich dargestellt — man begreift, warum die alte Dame nie wieder einen Fuß auf den Boden dieses Landes setzen wollte. Helen Mirren ist grandios in der Darstellung der Maria Altmann und dominiert jede Szene. Ein mitreißender Film gegen das Vergessen und die Verdrängung der Schuld.

Fazit

Raubkunstdrama über die mutige Auseinandersetzung eines Individuums mit staatlicher Bürokratie
Text: cinema.de

Die Frau, die vorausgeht

Die Frau, die vorausgeht: Biopic mit Jessica Chastain als Catherine Weldon, eine Künstlerin und Aktivistin, die ein Gemälde des legendären Sioux-Häuptlings Sitting Bull gemalt hat.

Als die selbstbewusste New Yorker Künstlerin Catherine Weldon durch ein Erbe zu Geld kommt, beschließt sie, nach North Dakota zu reisen, um ihren Traum wahr zu machen: Sie will den bereits damals legendären Stammeshäuptling der Hunkpapa-Lakota-Sioux kennenlernen und ein Porträt von ihm malen. Doch Sitting Bull ist zuerst skeptisch – zu viel haben die Weißen ihm und seinem Volk bereits genommen. Wenn Weldon ihn malen will, soll sie zuerst 1.000 Dollar bezahlen.
Aus der Anfangs distanzierten Beziehung entwickelt sich bald eine tiefere Freundschaft. Weldon engagiert sich in der National Indian Defense Association, die gegen die Enteignung der amerikanischen Ureinwohner protestiert, und arbeitet schließlich sogar als Sekretärin von Sitting Bull. Die enge Beziehung sorgt vor allem bei den Siedlern für Unmut. Schnell ist Weldon als Konkubine des Stammesführers verschrien. Und auch dem Col. Silas Groves ist Weldons Engagement ein Dorn im Auge. Der Colonel versucht, die letzten Stammesmitglieder auszuhungern, um sie von ihrem Land zu vertreiben.

„Woman Walks Ahead“ — Hintergründe

Das Biopic „Woman Walks Ahead“ von Susanna White („Verräter wie wir“) erzählt die wahre Geschichte der Bürgerrechtsaktivistin und Künstlerin Catherine Weldon. Die gebürtige New Yorkerin reiste im 1889 nach North Dakota auf, um bei den Lakota-Indianern zu leben. Gemeinsam mit ihrem Sohn Christy zog sie in das Lager von Sitting Bull und konnte das Vertrauen des Stammeshäuptlings gewinnen. Als Aktivistin kämpfte Weldon für die Rechte der amerikanischen Ureinwohner. In der Zeit an der Seite als Sekretärin von Sitting Bull vollendete Weldon vier Ölporträts des ikonischen Führers.
Das Drehbuch zu „Woman Walks Ahead“ stammt aus der Feder von Steven Knight, der für das Script zu„Dirty Pretty Things“ bereits für einen Oscar nominiert war. Mit Jessica Chastain („Zero Dark Thirty“) konnte darüber hinaus eine Oscar-nominierte Schauspielerin und eine der profiliertesten Feministinnen Hollywoods für die Hauptrolle gewonnen werden. Den Part des Sitting Bull hat mit Michael Greyeyes („The New World“) ein Angehöriger der First Nations von Kanada übernommen.
(www.kino.de)

HERRliche Zeiten

Gut situiert und etwas gelangweilt leben die Gartenarchitektin Evi Müller-Todt und ihr Mann Claus, ein Schönheitschirurg, in ihrer gepflegten Villa. Auf der Suche nach einer neuen Haushaltshilfe, schaltet Claus in bester Rotweinlaune eine Anzeige: „Sklave/in gesucht“. Nicht wenig erstaunt über die Ansammlung kuriosester Gestalten in Lack und Leder vor ihrer Haustür, muss Claus feststellen, dass seine Anzeige allzu wörtlich genommen worden ist. Auf Wunsch der schockierten Evi schickt er alle wieder nach Hause. Doch dann stehen plötzlich Bartos und seine Frau Lana vor der Tür. Gepflegt, gebildet und dienstfertig, sind die beiden bereit, sich freiwillig in ein Herr-Knecht-Verhältnis zu begeben. Die beiden Paare vereinbaren eine Probephase. Nach anfänglichen Schwierigkeiten finden die Müller-Todts zunehmend Gefallen am Verwöhnprogramm ihres neuen Hauspersonals und wähnen sich im Paradies. Doch das Blatt wendet sich! Als sich im Garten immer mehr billige Arbeitskräfte für den von Bartos angeregten Poolbau tummeln, gerät die Situation zunehmend außer Kontrolle…

(Eclairplay.com)

„HERRliche Zeiten“ — Hintergründe

Was wäre, wenn man das Herr-und-Knecht-Verhältnis in die Moderne übersetzen würde? In dem Roman „Subs“ hat der Autor Thor Kunkel genau dieses Szenario entwickelt. Regisseur Oskar Roehler („Quelle des Lebens“, „Jud Süss – Film ohne Gewissen“), der sich bereits in der Vergangenheit mit gelungenen Literaturadaptionen wie „Elementarteilchen“ oder „Tod den Hippies!! Es lebe der Punk“ hervortun konnte, verfilmt die Groteske nach einem Drehbuch von Jan Berger („Der Medicus“).

Das Ensemble von „HERRliche Zeiten“ besteht zum Teil aus Darstellern mit denen Roehler bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet hat. Katja Riemann („Fack Ju Göhte 3“) und Samuel Finzi („Das Wunder von Bern“) sind keine Unbekannten für den Regisseur. Ebenfalls in Hauptrollen sind Oliver Masucci („Er ist wieder da“) und Lize Feryn („Ein echter Vermeer“) zu sehen.

(kino.de)

Kindeswohl

Kindeswohl: In dem Gerichtsdrama muss Emma Thompson als Richterin entscheiden, ob ein Kind eine lebensrettende Behandlung erhält, obwohl diese seiner Religion widerspricht.

Der junge Adam leidet an Leukämie, eine Bluttransfusion könnte sein Leben retten. Weil er als gläubiger Zeuge Jehovas aufgewachsen ist, lehnt Adam die Behandlung ab. Die Seele liegt im Blut, eine Transfusion widerspricht seiner Religion. In drei Monaten wird Adam 18 Jahre alt. Vor dem Gesetz ist er noch ein Kind. Tatsächlich handelt es sich jedoch um einen reflektierten, intelligenten Teenager, der von seiner Entscheidung nicht abzubringen ist.
Die kinderlose Familienrichterin Fiona Maye ist eine hochgeachtete Expertin. Die Karriere geht vor den Beruf. Ihr Privatleben, die Ehe mit dem amerikanischen Professor Jack liegt in Scherben. Intim waren die beiden schon lange nicht mehr. Als Jack darum bittet, eine Affäre mit einer jüngeren Frau beginnen zu dürfen, bricht Fiona zusammen. Da wird sie abberufen, um im Fall von Adam zu entscheiden. Kann sie den Jugendlichen zum Leben zwingen, obwohl es seiner religiösen Überzeugung widerspricht?

„Kindeswohl“ — Hintergründe

Autor Ian McEwan, dessen Romane bereits mehrfach erfolgreich verfilmt wurden („Abbitte“ und „Am Strand„), hat für das Gerichtsdrama „Kindeswohl“ selbst das Drehbuch von seinem gleichnamigen Bestseller adaptiert. Die Regie führte Richard Eyre („Der Andere„), der „Kindeswohl“ als elegantes Gerichtsdrama mit einer hochgelobten Emma Thompson („Die Schöne und das Biest„) in der Hauptrolle inszeniert. Die Rolle des jungen Adam wird von dem britischen Newcomer und „Dunkirk„-Star Fionn Whitehead übernommen. (www.kino.de)

Mackie Messer

Mackie Messer - Brechts 3Groschenfilm: Historisches Drama um die Dreharbeiten zur Verfilmung von Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“, die wegen eines Konfliktes mit dem Produktionsstudio scheiterten.

Berlin der 1920er Jahre: Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit, eine erstarkende rechte Bewegung verwandeln die Metropole zum Pulverfass. In dieser Zeit führt Bertolt Brecht seinen Welterfolg die „Dreigroschenoper“ zum ersten Mal auf. Das Publikum ist begeistert. Die Lieder von Kurt Weill entwickeln sich zu echten Gassenhauern. Schnell entstehen erste Pläne, die Geschichte zu verfilmen.
Noch im Jahr 1928 schreibt Brecht das Treatment für den geplanten Film. Wie in der Dreigroschenoper soll es um den Gangsterboss Macheath gehen, der sich in Polly, die Tochter seines Konkurrenten Peachum, verliebt. Doch das Filmprojekt steht unter einem schlechten Stern. Brecht plant ein soziales Experiment. Dem Studio geht es ums schnelle Geld. Schließlich führt Brecht sogar ein Gerichtsverfahren gegen das Studio.

Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ — Hintergründe

Die Konstruktion von Joachim A. Langs („George“) „Dreigroschenfilm“ ist nicht unbedingt einfach, basiert aber auf der realen Entstehungsgeschichte einer von Brecht geplanten Verfilmung seiner „Dreigroschenoper“. Das Projekt ist gescheitert und konnte von Brecht nie vollendet werden. Langs Historiendrama behandelt nicht nur diese Entstehungsgeschichte mit Lars Eidinger („Personal Shopper“). Als Film im Film ist auch die Geschichte des Gangsterbosses Mackie Messer zu sehen, der von Tobias Moretti („Die Hölle – Inferno“) gespielt wird.
Die Welthits aus der „Dreigroschenoper“ werden im Kinofilm von Max Raabe („Nacht über Berlin“) gesungen, begleitet von den Musikern des SWR Symphonieorchesters.
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Naomis Reise

Naomis Reise: Hochgelobtes Justizdrama von Frieder Schlaich über die junge Peruanerin Naomi, deren Schwester durch ihren deutschen Ehemann ermordet wurde.

Während die 20-jährige Naomi bei ihrer Familie in Peru geblieben ist, scheint es ihre große Schwester Mariella geschafft zu haben. Die 28-Jährige hat einen deutschen Ehemann gefunden und lebt nun im reichen Europa. Regelmäßig telefonieren die Geschwister via Skype miteinander, auch Naomi träumt davon, Peru eines Tages verlassen zu können. Dann erhält sie eine schreckliche Nachricht: Ihre Schwester wurde ermordet.
Gemeinsam mit ihrer Mutter Elena fährt Naomi nach Deutschland, um dem Prozess beizuwohnen. Angeklagt ist Mariellas Ehemann Bernd. Der Prozess wirft ein Schlaglicht auf den Sextourismus und Heiratsmarkt, der von der Hoffnung angetrieben wird, in Europa ein besseres Leben zu finden. Stück für Stück erfährt Naomi, welches Leben ihre Schwester in Deutschland wirklich geführt hat. Das Urteil scheint jedoch keinesfalls klar. Denn Bernd kann sich darauf berufen, von einer Quasi-Prostituierten ausgebeutet worden zu sein.

„Naomis Reise“ — Hintergründe

Regisseur Frieder Schlaich erzählt ein aufwühlendes Gerichtsdrama, das tief in die Realität der bundesdeutschen Gesellschaft blicken lässt, in der Rassismus und Ausbeutung immer noch zum Alltag gehören. Als Vorlage für die Geschichte dienten der Drehbuchautorin Claudia Schaefer („Weil ich schöner bin“) verschiedene Gerichtsverfahren, die zum einem Prozess komponiert wurden. Um die Parabel noch authentischer zu gestalten hat Schlaich die Rollen des Gerichtspersonals mit tatsächlichen Anwälten und Richtern besetzt.
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Pride

Pride: Sympathische Komödie über britische Bergarbeiter, die bei ihrem einjährigen Streik unerwartet von schwulen und lesbischen Aktivisten aus London unterstützt werden.

Im Jahr 1984 kommt der 20-jährige Joe, der seine Homosexualität bislang immer für sich behalten hat, nach Bromley in London, um dort an seiner ersten Schwulenparade teilzunehmen. Dort wird er Zeuge einer ungewöhnlichen Allianz: Die Schwulen- und Lesben-Initiative \“Lesbians and Gays Support the Miners\“ beginnt mit Spendensammlungen für die Gewerkschaft der Minenarbeiter, die sich zurzeit im Streik gegen die Privatisierung und Schließung der Bergwerke befinden. Bei der Nationalen Union der Minenarbeiter stößt man damit zunächst auf taube Ohren, denn die hegen ihre Vorurteile und wollen nicht mit einer homosexuellen Gruppierung in Verbindung gebracht werden. Daraufhin begeben sich der Buchhändler Mike Jackson und der Aktivist Mark Ashton mit einer kleinen Gruppe in ein walisisches Dorf, um die bisher gesammelten Spendengelder kurzerhand persönlich zu übergeben. Mit einem Minibus erreichen sie schließlich das kleine Örtchen Onllwyn, wo sie zwar auch mit Vorurteilen und Ablehnung konfrontiert, von den meisten Anwohnern aber mit Gastfreundschaft und Herzlichkeit empfangen werden. Nachdem Jonathan in der örtlichen Diskothek mit seinen flotten Tanzeinlagen für Begeisterung sorgt, sind die Befangenheiten endgültig verflogen und der selbst etwas schüchterne Cliff und die resolute Hefina tauen allmählich auf. Sogar der lokale Streikführer, Dai , ist auf ihrer Seite und strebt eine weitere Zusammenarbeit an. Auch die Schmierenkampagne eines eifrigen Widersachers, die Mark mit einem Benefizkonzert beantwortet, bei dem fast das gesamte Dorf zusammenkommt, kann das nicht mehr ändern. Gemeinsam stellen sich die beiden Gruppen gegen die unerbittliche Politik der britischen Premierministerin Margaret Thatcher und mit der Zeit entwickelt sich eine einmalige Freundschaft zwischen den ungleichen Parteien.
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Searching

Searching: Social-Media-Thriller mit John Cho als verzweifelter Familienvater, der versucht, seine vermisste Tochter zu finden und dabei ein düsteres Geheimnis aufdeckt.

Der alleinerziehende Vater David Kim sitzt wie jeden Abend am Computer, um mit seiner 16-jährigen Tochter Margot zu reden. Doch Margot antwortet nicht. David, der sich seit dem Krebstod seiner Frau Pamela allein um die Tochter kümmert, vermutet nichts Böses. Als er am nächsten Tag jedoch immer noch nichts von Margot hört, beginnt David sich Sorgen zu machen. Schließlich schaltet er die Polizei ein, um die vermisste Tochter zu suchen.
Während die Ermittlerin Rosemary Vick in der realen Welt nach Margot sucht, beschließt David, den Laptop seiner Tochter zu durchforsten. Beim Durchsuchen der Chatverläufe und Social-Media-Kanäle stößt der verzweifelte Vater auf eine düstere Wahrheit: Offensichtlich kannte er seine Tochter nicht so gut, wie er gedacht hatte. Doch inzwischen hat der Fall längst das mediale Interesse geweckt und David wird zur Zielscheibe von Internettrollen, die ihn beschuldigen, selbst für das Verschwinden seiner Tochter verantwortlich zu sein.

„Searching“ — Hintergründe

Als sogenannter Screen Movie oder Desktop-Film ist der Thriller „Searching“ ausschließlich aus der Perspektive der technischen Geräte geschossen, die wir alltäglich benutzen. Durch das Auge der Kameras von Smartphones und Laptops erlebt der Zuschauer, wie sich die Handlung über Chatverläufe und Videonachrichten immer weiter zuspitzt. Bei der Inszenierung konnte Newcomer-Regisseur auf die Expertise von Produzent Timur Bekmambetov bauen, der nicht nur die beiden Desktop-Horrorfilme „Unknown User“ und die Fortsetzung „Unfriended: Dark Web“ produziert hat. Darüber hinaus führte Bekmambetov bei dem Thriller „Profile“ die Regie.

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Styx

Styx: Deutsch-österreichische Koproduktion mit Susanne Wolff als erfolgreiche Ärztin, die auf einem Segeltörn im Atlantik auf ein havariertes Flüchtlingsschiff stößt.

Die Kölner Notärztin Rike ist von Gibraltar aus in See gestochen. Mit ihrem Motorsegler Asa Gray will sie allein bis Ascension Island im Südatlantik segeln. Es soll eine Auszeit sein. Abspannen, im Angesicht des Meeres. Doch alles kommt anders, als auf hoher See ein Sturm aufzieht und die Asa Gray vom Kurs abbringt.
Als der Sturm sich lichtet, befindet sich die Motoryacht in unmittelbarer Nähe zu einem havarierten Fischtrawler, auf dem sich fast 100 Flüchtlinge befinden. Rike funkt sofort um Hilfe. Doch die versprochene Rettung von der Küstenwache kommt auch nach mehreren Stunden nicht. Von vorbeifahrenden Containerschiffen erhält Rike die Antwort, der Reeder habe der Mannschaft verboten, Flüchtende aufzunehmen. Als ein Junge zu Rikes Yacht schwimmt, steht die Notärztin vor einer schweren Entscheidung.

„Styx“ — Hintergründe

In der griechischen Mythologie trennt der Fluss Styx die Welt der Lebenden von dem Totenreich. Der Styx wird auch Wasser des Grauens genannt. In diesem Wasser spielt das brandaktuelle Drama von Wolfgang Fischer („Was du nicht siehst„). Das Flüchtlingsdrama „Styx“ wurde als Eröffnungsfilm der Sektion Panorama Special auf der Berlinale 2018 aufgeführt. Auf der Berlinale konnte „Styx“ sowohl den Preis der Ökumenischen Jury, als auch den Heiner-Carow-Preis der DEFA-Stiftung sowie den 2. Platz beim Panorama Publikumspreis gewinnen.
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Swimming With Men

In Erics Leben läuft irgendwie nichts mehr rund. Während seine Frau in der Lokalpolitik Karriere macht und ihren in der Midlife-Crisis steckenden Gatten zunehmend für einen Waschlappen hält, langweilt sich Eric in seinem Job als Buchhalter und auch zu seinem pubertierenden Sohn findet er keinen Draht mehr. Zu seiner eingefahrenen Routine gehören auch die allabendlichen Besuche im Schwimmbad, um monoton seine Bahnen zu ziehen, doch an einem Abend entdeckt er etwas Merkwürdiges: Eine Gruppe Männer übt Synchronschwimmen und hat jede Menge Spaß dabei! Spaß, der in Erics Leben gerade völlig fehlt, und so entschließt er sich kurzerhand, bei der Truppe mitzumachen. Bald schon entwickelt er ungeahnten Ehrgeiz und neues Selbstvertrauen, und während sich das Team auf die Wasserballett-Weltmeisterschaft vorbereitet, beginnt auch seine Familie, die positive Veränderung an Eric zu bemerken… (www.filmstarts.de)

Unser Saatgut - Wir ernten, was wir säen.

Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kostbar und lebensnotwendig wie Samen. Verehrt und geschätzt seit Beginn der Menschheit, sind sie die Quelle allen Lebens. Sie ernähren und heilen uns und liefern die wichtigsten Rohstoffe für unseren Alltag. In Wirklichkeit sind sie das Leben selbst. Doch diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 % aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne wie Syngenta und Bayer/Monsanto kontrollieren mit genetisch veränderten Monokulturen längst den globalen Saatgutmarkt. Immer mehr passionierte Bauern, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer kämpfen daher wie David gegen Goliath um die Zukunft der Samenvielfalt.

Mit ihrem Dokumentarfilm „Unser Saatgut“ folgen Taggart Siegel und Jon Betz diesen leidenschaftlichen Saatgutwächtern, die unser 12.000 Jahre altes Nahrungsmittelerbe schützen wollen. Ohne es zu wissen, werden sie zu wahren Helden für die gesamte Menschheit, denn sie verbinden uns wieder mit dem ursprünglichen Reichtum unserer Kultur, die ohne die Saatgutvielfalt nicht bestehen kann. „Unser Saatgut“ ist ein Appell an uns alle: Schützt die ursprüngliche Saatgutvielfalt, sonst ist das reiche Angebot unserer Nahrung bald nur noch schöne Erinnerung! Einfallsreich und mit kreativen Bildern macht der Film seine Zuschauer zu mündigen Essern, die sich nicht mit der immer gleichen Supermarktware abspeisen lassen. Ein lebensverändernder Dokumentarfilm von Taggart Siegel und Jon Betz, so farbenfroh wie die natürliche Vielfalt unserer Saaten.

Mit den weltweit bekannten Umweltaktivisten Vandana Shiva, Jane Goodall, Raj Patel und Percy Schmeiser.

Ausgezeichnet mit 18 Festival-Awards und nominiert für den EMMY 2018 als „Outstanding Nature Documentary“.

(www.eclairplay.com)

Verliebt in meine Frau

Verliebt in meine Frau: In der romantischen Komödie aus Frankreich wird ein Doppel-Date zum Fiasko, als der verheiratete Gastgeber sich in die Partnerin seines besten Freundes verliebt

Daniel ist schon lange mit seiner treuen Frau Isabelle zusammen und vielleicht ist die Luft ein bisschen raus. Obwohl er sie immer noch liebt! Doch als sein bester Freund Patrick zum gemeinsamen Essen mit seiner neuen Freundin Emma auftaucht, brennen bei Daniel die Sicherungen durch. Plötzlich findet er sich in einer Fantasiewelt wieder.
Tiefe Blicke, gemeinsame Nächte, ein Urlaub nach Venedig sogar. Daniel stürzt immer tiefer in seine Tagträume, während das Essen angerichtet wird. Auch seiner Partnerin Isabelle bleibt Daniels neue Obsession nicht verborgen. Und schließlich beginnen auch Patrick und Emma, sich zu wundern, wieso der Gastgeber sich so seltsam benimmt. Währenddessen steigt Daniel in seiner Fantasie zu Emma ins Bett.

„Verliebt in meine Frau“ — Hintergründe

Die romantische Komödie von Daniel Auteuil („Im Namen meiner Tochter – Der Fall Kalinka“), der auch gleich die Hauptrolle übernommen hat, basiert auf dem Theaterstück „Amoureux de ma femme“ des französischen Autors Florian Zeller. Die leichte Geschichte darüber, dass auch in langjährigen Beziehungen etwas Fantasie erlaubt sein darf, ist mit Gérard Depardieu („Tour de France“), Sandrine Kiberlain („Nur Fliegen ist schöner“) und der spanischen Schönheit Adriana Ugarte („Julieta“) hervorragend besetzt. (www.kino.de)

Visiting the Past

Der Film begleitet Joan Salomon aus New York bei einem Besuch in Essenheim (bei Mainz). Ihre jüdische Familie musste das rheinhessische Dorf 1934 verlassen, die Anfeindungen waren nach der Machtergreifung durch die Nazis zu groß geworden. Nur ihrer Mutter gelang es, nach Amerika auszuwandern, ihre Großmutter und ihre Tante kamen im Konzentrationslager ums Leben. Auf den Spuren der Vergangenheit trifft sie alte Essenheimerinnen, die ihre Familie gekannt haben.

In dem Ort, der auch der ihre hätte sein können, wird sie freundlich aufgenommen. Die älteste Einwohnerin, geboren 1920, ist mit der jüngeren Schwester ihrer Mutter zusammen zur Schule gegangen, sie waren gut befreundet. Eine andere Essenheimerin erzählt ihr, wie es nach der Reichspogromnacht in der demolierten Synagoge aussah.

Joan Salomon wurde 1945 in New York geboren, aber die Vergangenheit hat auch ihr Leben bestimmt. Ihre Mutter hat sich nie verziehen, dass es ihr nicht gelungen war, den Rest der Familie nach Amerika zu holen. Ihrer Tochter erzählte sie daher kaum etwas über ihr Leben in Deutschland. Und dennoch empfindet Joan Salomon eine große Nähe zu dem Weindorf und freut sich über jede Kleinigkeit, die sie über ihre Familie erfährt.

Der Film beschreibt den Wunsch nach Heimat, die Suche nach der Herkunft, aber auch den Umgang mit der Vergangenheit bei denen, die nie weg waren. Er erzählt Geschichte und Geschichten, die bald verloren sein werden, weil niemand sie mehr erzählen kann.

Drei Stolpersteine erinnern in Essenheim an die Familie Mayer. Helina Mayer war die Mutter von Joan Salomon. Als sie 1934 mit guten Noten das Abitur bestanden hatte, wurde der Jüdin nicht erlaubt zu studieren. Mit Bürojobs verdiente sie sich das Geld für die Überfahrt nach Amerika.

Die Familie betrieb in Essenheim einen kleinen Kolonialwarenladen. Das waren arme Leute, erzählt die Freundin ihrer Tante, aber herzensgut. Sie war oft bei ihnen zu Besuch und erinnert sich ungern daran, dass die Familie den Ort verlassen musste. Ihre Freundin Ruth und deren Mutter Jettchen wurden gezwungen, in Mainz in einem Judenhaus zu leben, und dann nach Treblinka deportiert.

Im Nachlass ihrer Mutter fand Joan Salomon Briefe, die diese Anfang der 40er Jahre, als sie bereits in Amerika war, von ihrer Mutter aus Deutschland erhalten hatte. Erschütternde Dokumente, die zeigen, wie drängend ihre Großmutter Deutschland verlassen wollte. In dem Dokumentarfilm liest die Enkelin daraus vor.

„I’ve survived with a survivor“ – Ich habe mit einer Überlebenden überlebt, erzählt Joan Salomon von dem schwierigen Verhältnis zu ihrer Mutter. Sie hat ihr verwehrt, Deutsch zu sprechen, und darauf bestanden, dass sie Amerikanerin ist. Erst jetzt fängt sie an, die Sprache ihrer Vorfahren zu lernen.