Gut situiert und etwas gelangweilt leben die Gartenarchitektin Evi Müller-Todt und ihr Mann Claus, ein Schönheitschirurg, in ihrer gepflegten Villa. Auf der Suche nach einer neuen Haushaltshilfe, schaltet Claus in bester Rotweinlaune eine Anzeige: „Sklave/in gesucht“. Nicht wenig erstaunt über die Ansammlung kuriosester Gestalten in Lack und Leder vor ihrer Haustür, muss Claus feststellen, dass seine Anzeige allzu wörtlich genommen worden ist. Auf Wunsch der schockierten Evi schickt er alle wieder nach Hause. Doch dann stehen plötzlich Bartos und seine Frau Lana vor der Tür. Gepflegt, gebildet und dienstfertig, sind die beiden bereit, sich freiwillig in ein Herr-Knecht-Verhältnis zu begeben. Die beiden Paare vereinbaren eine Probephase. Nach anfänglichen Schwierigkeiten finden die Müller-Todts zunehmend Gefallen am Verwöhnprogramm ihres neuen Hauspersonals und wähnen sich im Paradies. Doch das Blatt wendet sich! Als sich im Garten immer mehr billige Arbeitskräfte für den von Bartos angeregten Poolbau tummeln, gerät die Situation zunehmend außer Kontrolle…

(Eclairplay.com)

„HERRliche Zeiten“ — Hintergründe

Was wäre, wenn man das Herr-und-Knecht-Verhältnis in die Moderne übersetzen würde? In dem Roman „Subs“ hat der Autor Thor Kunkel genau dieses Szenario entwickelt. Regisseur Oskar Roehler („Quelle des Lebens“, „Jud Süss – Film ohne Gewissen“), der sich bereits in der Vergangenheit mit gelungenen Literaturadaptionen wie „Elementarteilchen“ oder „Tod den Hippies!! Es lebe der Punk“ hervortun konnte, verfilmt die Groteske nach einem Drehbuch von Jan Berger („Der Medicus“).

Das Ensemble von „HERRliche Zeiten“ besteht zum Teil aus Darstellern mit denen Roehler bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet hat. Katja Riemann („Fack Ju Göhte 3“) und Samuel Finzi („Das Wunder von Bern“) sind keine Unbekannten für den Regisseur. Ebenfalls in Hauptrollen sind Oliver Masucci („Er ist wieder da“) und Lize Feryn („Ein echter Vermeer“) zu sehen.

(kino.de)