Glücklich wie Lazzaro

Fr., 25.10.2019, 19.30 Uhr
So., 27.10.2019, 17.00 Uhr
 
Drama
DE/IT 2018, 128 Min., FSK ab 12
 
Regie: Alice Rohrwacher
Mit: Nicoletta Braschi, Adriano Tardioli, Alba Rohrwacher


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glcklich wie lazzaro 

 

Bei den Filmfestspielen von Cannes für das Beste Drehbuch ausgezeichnetes Drama über einen Bauernjungen, der auf einer Tabakplantage als Arbeitssklave lebt.


Auf der Tabakplantage der Gräfin Marchesa Alfonsina de Luna scheint die Zeit stehengeblieben zu sein: Obwohl die Leibeigenschaft im Italien der 1980er-Jahre abgeschafft ist, konnte die Nachricht noch nicht in die entlegene Region vordringen. Die grausame Königin der Zigaretten herrscht willkürlich über ihre Arbeiter. Ihr Sohn, der rebellische Tancredi , langweilt sich jedoch auf dem Gut und lässt seine Entführung inszenieren. Dadurch fliegt das ganze Unternehmen auf, die Arbeiter werden befreit.
Zu den Arbeitern gehört auch der junge Lazzaro. Der Knecht wird nicht nur von Tancredi ausgenutzt, auch die Bauern missinterpretieren seine genügsame Art als Einfalt. Trotzdem entwickelt sich zwischen Lazzaro und Tancredi eine eigenwillige Freundschaft, die dazu führt, dass Lazzaro dem Adeligen hilft, die Entführung vorzutäuschen. Nach dem Scheitern der Unternehmung kommt Lazzari in die Stadt. Doch auch hier herrschen Ausbeutung und Armut.


„Glücklich wie Lazzaro“ — Hintergründe
Die gefeierte Regisseurin Alice Rohrwacher, die mit ihrem Vorgängerwerk „Land der Wunder“ bereits den Großen Preis der Jury von Cannes erhielt, legt mit dem Parabeldrama „Glücklich wie Lazzaro“ ein zeitloses Sittenbild vor. Vor der Kamera stand dabei auch ihre Schwester Alba Rohrwacher. „Glücklich wie Lazzaro“ feierte bei den Filmfestspielen von Cannes 2018 seine Weltpremiere und wurde mit dem Preis für das Beste Drehbuch ausgezeichnet.
Einen Hinweis auf die Handlung des Dramas gibt bereits der Titel, der auf die beiden Bedeutungen der biblischen Figur Lazarus anspielt. Im Johannesevangelium wird Lazarus von Jesus von den Toten aufgeweckt, im Lukasevangelium wiederum befindet sich das Gleichnis vom armen Lazarus, der bei einem Reichen die Brocken begehrt, die auf der Tafel übriggeblieben sind. Verkörpert wird die Figur im Film von dem Newcomer Adriano Tardiolo. 

(kino.de)