Die 14-jährige Elle Marja stammt aus dem indigenen Volk der Samen und lebt im Schweden der 1930er Jahre. Ihr größter Traum ist es, später einmal Rentierzüchterin zu werden, doch vorerst besucht sie gemeinsam mit ihrer Schwester ein Internat in Lappland. Weil ihr Volk sich tagtäglich Ausgrenzungen und Vorurteilen ausgesetzt sieht, tut sie alles, um die Anerkennung ihrer Lehrerin zu gewinnen. So hofft sie, ihrem Traum von einem selbstbestimmten Leben näher zu kommen. Doch dann wird an ihrer Schule eine „rassenbiologische“ Untersuchung durchgeführt, was für Elle natürlich hochgradig erniedrigend ist. Darum entscheidet sie sich zu einem radikalen Schritt: Sie lässt ihre Familie hinter sich und zieht in die Stadt Uppsala, um endlich auf eigenen Beinen zu stehen und dort ein neues Leben zu beginnen…
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„Das Mädchen aus dem Norden“ — Hintergründe

Amanda Kernells hochgelobtes Spielfilmdebüt erzählt von der systematischen Ausgrenzung der Volksgruppe der Sami im Schweden der 1930er-Jahre. Das Mädchen aus dem Norden (internationaler Titel: „Sami Blood“) wurde bei den Filmfestspielen von Venedig und der Berlinale 2017 gezeigt. Vom Europaparlament wurde das Drama mit dem Lux-Filmpreis ausgezeichnet.
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