Kindeswohl: In dem Gerichtsdrama muss Emma Thompson als Richterin entscheiden, ob ein Kind eine lebensrettende Behandlung erhält, obwohl diese seiner Religion widerspricht.

Der junge Adam leidet an Leukämie, eine Bluttransfusion könnte sein Leben retten. Weil er als gläubiger Zeuge Jehovas aufgewachsen ist, lehnt Adam die Behandlung ab. Die Seele liegt im Blut, eine Transfusion widerspricht seiner Religion. In drei Monaten wird Adam 18 Jahre alt. Vor dem Gesetz ist er noch ein Kind. Tatsächlich handelt es sich jedoch um einen reflektierten, intelligenten Teenager, der von seiner Entscheidung nicht abzubringen ist.
Die kinderlose Familienrichterin Fiona Maye ist eine hochgeachtete Expertin. Die Karriere geht vor den Beruf. Ihr Privatleben, die Ehe mit dem amerikanischen Professor Jack liegt in Scherben. Intim waren die beiden schon lange nicht mehr. Als Jack darum bittet, eine Affäre mit einer jüngeren Frau beginnen zu dürfen, bricht Fiona zusammen. Da wird sie abberufen, um im Fall von Adam zu entscheiden. Kann sie den Jugendlichen zum Leben zwingen, obwohl es seiner religiösen Überzeugung widerspricht?

„Kindeswohl“ — Hintergründe

Autor Ian McEwan, dessen Romane bereits mehrfach erfolgreich verfilmt wurden („Abbitte“ und „Am Strand„), hat für das Gerichtsdrama „Kindeswohl“ selbst das Drehbuch von seinem gleichnamigen Bestseller adaptiert. Die Regie führte Richard Eyre („Der Andere„), der „Kindeswohl“ als elegantes Gerichtsdrama mit einer hochgelobten Emma Thompson („Die Schöne und das Biest„) in der Hauptrolle inszeniert. Die Rolle des jungen Adam wird von dem britischen Newcomer und „Dunkirk„-Star Fionn Whitehead übernommen. (www.kino.de)