Deutschstunde

Fr., 22.05.2020, 19.30 Uhr
So., 24.05.2020, 17.00 Uhr
 
Drama
D 2018, Kinostart 2019, 125 Min., FSK ab 12
 
Regie: Christian Schwochow
Mit: Levi Eisenblätter, Ulrich Noethen, Tobias Moretti
 
 
Die Deutschstunde ist unser Wunschfilm für den Abschluss
der Spielzeit. Leider haben wir noch keine Bestätigung, dass
wir ihn vom Verleiher schon bekommen können oder bis Herbst
warten müssen. Schauen Sie wieder herein, ob wir ein
alternatives aber sicher auch spannendes Programm zeigen
werden.

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©Wild Bunch 

 

DEUTSCHSTUNDE erzählt die Geschichte von Siggi Jepsen, der 1954 in der Hamburger Jugendstrafanstalt einen Aufsatz über "Die Freuden der Pflicht" schreiben soll, doch zunächst nur leere Blätter abgibt. Zu viele Erinnerungen steigen in ihm auf und er findet keinen Anfang. Als er den Auftrag in der Strafzelle wiederholen soll, findet er kein Ende mehr: Wie besessen schreibt er über seinen Vater, den Dorfpolizisten Jens Ole Jepsen, der in Norddeutschland während des Zweiten Weltkriegs seinem Jugendfreund, dem Maler Max Ludwig Nansen, ein in Berlin verhängtes Malverbot überbringen muss. Immer stärker steigert sich der Vater aus einem pervertierten Pflichtgefühl heraus in die Überwachung dieses Verbots hinein. Dabei baut er auch auf Siggis Hilfe - genau wie der Maler, der sich dem Malverbot widersetzt und dessen Bilder Siggi retten will. So gerät der Junge immer stärker in einen Gewissenskonflikt mit schwerwiegenden Folgen. Der Konflikt zwischen den beiden Männern spitzt sich immer weiter zu – und Siggi steht zwischen ihnen. Anpassung oder Widerstand? Diese Frage wird für Siggi entscheidend…

Mit DEUTSCHSTUNDE verfilmt Regisseur Christian Schwochow einen der großen Welterfolge der deutschen Literatur. Siegfried Lenz` Roman aus dem Jahr 1968, hat in Zeiten, in denen antidemokratische Tendenzen weltweit zunehmen, an Aktualität nichts verloren.


 

Fischerman`s Friends - Vom Kutter in die Charts

Fr., 20.03.2020, 19.30 Uhr
So., 22.03.2020, 17.00 Uhr
 
Komödie, Musikfilm
GB 2018, Kinostart 2019, 112 Min., FSK ab 0
 
Regie: Chris Foggin
Mit: Daniel Mays, James Purefoy, David Hayman
 

 

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©Splendid 

Eine neue herzerwärmende Feel-Good-Komödie von Regisseur Chris Foggin über die wahre Geschichte der „Fisherman’s Friends“ aus Cornwall, die durch eine zufällige Begegnung in den nationalen Pop-Olymp aufstiegen, während sie weiter traditionelle Fischer blieben. Traumhafte Bilder und ein sympathisches Ensemble machen diesen bewegenden und lustigen Film zu einem unwiderstehlichen Kinovergnügen!

Der schnelllebige, zynische Londoner Musikmanager Danny reist an einem Junggesellenwochenende in das idyllische Dorf Port Isaac, wo er von seinem Chef – nicht ganz ernsthaft – aufgestachelt wird, den heimischen Fischer-Chor für einen Plattenvertrag zu gewinnen. Das Werben um die „Fisherman’s Friends“, wie sich die 10 kornischen Fischer nennen, wird zu einem Kampf um den Respekt der Männer, die Familie, Freundschaft und die Gemeinschaft über Ruhm und Reichtum stellen. Während Danny immer tiefer in die traditionelle Lebensweise der Fischerfreunde gezogen wird, stellt sich ihm die Frage, was Erfolg im Leben wirklich bedeutet.  

Gelobt sei Gott

Fr., 17.04.2020, 19.30 Uhr
So., 19.04.2020 , 17.00 Uhr
 
Drama
F/B 2019, 138 Min., FSK ab 6
 
Regie: François Ozon
Mit: Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud
 

 

 

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©Pandora

Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet. Er beschließt zu handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern, François und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen. Ihr Widerstand formiert sich und wird zu einer Lawine, die am Ende nicht mehr aufzuhalten ist ... Die tatsachengetreuen Ereignisse um den Missbrauchsskandal in Lyon hat François Ozon in einem fiktionalen Film verarbeitet. Atemlose Bilder, immer im Wettlauf mit den aktuellen Entwicklungen, verleihen GELOBT SEI GOTT eine emotionale Wucht, der man sich kaum entziehen kann. Stilsicher und mitreißend erzählt und ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury auf der Berlinale 2019, ist GELOBT SEI GOTT nicht nur eine erschütternde Bestandsaufnahme der Versäumnisse in der katholischen Kirche, sondern auch ein Plädoyer für Mut und Zusammenhalt. Der Film ist alles andere als leicht verdaulich, aber Regisseur Ozon macht es dem Zuschauer leicht, einen Zugang zu ihm zu finden.

Ein starkes, wichtiges Stück großes Kino.  

Mein Leben mit Amanda

Fr., 27.03.2020, 19.30 Uhr
So., 29.03.2020, 17.00 Uhr
 
Drama
F 2018, Kinostart 2019, 107 Min., FSK ab 6
 
Regie: Mikhaël Hers
Mit: Vincent Lacoste, Isaure Multrier, Stacy Martin
 

 

 

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©MFA&Filmdistribution e.K. 

Sommer in Paris. David, 24 Jahre alt, führt ein unbekümmertes Single-Leben, das er sich mit verschiedenen Jobs finanziert. Gelegentlich schaut er auf einen Sprung bei seiner Schwester und ihrer kleinen Tochter Amanda vorbei. Und da ist noch seine neue Nachbarin Léna, in die er sich verlieben könnte. Doch von einem auf den anderen Tag findet die sommerliche Unbeschwertheit ein Ende. David ist gezwungen, eine große Entscheidung zu treffen und eine noch größere Verantwortung zu übernehmen. Für sein Leben und das seiner siebenjährigen Nichte Amanda. Und die clevere Kleine hat so ihre eigenen Vorstellungen, wie das aussehen soll.

MEIN LEBEN MIT AMANDA von Mikhaël Hers (DIESES SOMMERGEFÜHL) erzählt wunderbar feinfühlig und berührend vom Zueinanderfinden zweier Menschen, die ungleicher nicht sein könnten. Vor allem die schauspielerische Leistung von Vincent Lacoste, einem der Shooting-Stars des jungen französischen Kinos als David, und der jungen Isaure Multrier als Amanda treffen mitten ins Herz des Zuschauers. Ein kleines Filmjuwel!  

Nurejew  - The White Crow

Fr., 13.03.2020, 19.30 Uhr
So., 15.03.2020, 17.00 Uhr
 
Biopic, Drama
GB/F 2019, 127 Min., FSK ab 6
 
Regie: Ralph Fiennes
Mit: Oleg Ivenko, Ralph Fiennes, Louis Hofmann

 

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 ©Alamode

 

Beruhend auf wahren Ereignissen, erzählt Regisseur und Darsteller Ralph Fiennes (DER ENGLISCHE PATIENT) in THE WHITE CROW die unglaubliche Geschichte des legendären sowjetischen Ballettstars Rudolf Nureyev, der die Welt 1961 mit seiner Flucht nach Frankreich verblüffte. Die Rolle Nureyevs interpretiert eindrucksvoll der ukrainische Weltklasse-Balletttänzer Oleg Ivenko.

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Anfang der 1960er Jahre findet ein Austausch zwischen Tänzern aus Ost und West statt, an dem auch Rudolf Nurejw teilnimmt. Gemeinsam mit seinem Leningrader Kirow-Ballett reist er nach Paris. Nurejew setzt sich schnell von seinen Tänzer-Kollegen ab und kostet das kulturelle Leben in Paris in vollen Zügen aus. Er freundet sich mit der Chilenin Clara Saint und dem Tänzer Pierre Lacotte an, besucht Ausstellungen, Museen, Restaurants, Nachtclubs – sehr zum Missfallen der KGB-Mitarbeiter, die ihn überwachen sollen.

Als sich das Kirow-Ballett auf den Weg Richtung London machen will, soll Nurejew als Einziger zurück nach Moskau reisen. Er befürchtet das Schlimmste und muss den Menschenmassen am Flughafen entkommen – aber wie?

Basierend auf den wahren Ereignissen und der Biographie von Julie Kavanagh setzte Regisseur Ralph Fiennes das Projekt über das bewegte Leben des russischen Ausnahmetänzers Nurejew um. Für das Drehbuch konnte man David Hare gewinnen, der bereits das oscarnominierte adaptierte Script zu „Der Vorleser“ geliefert hat. Die Hauptrolle übernimmt der russische Tänzer Oleg Ivenko, der im Rahmen der Europa-Tournee des Kasan-Balletts 2016 auch Station in Deutschland machte. Als Tanzlehrer im heimischen Leningrad tritt Fiennes („Der englische Patient“) selbst auf. 

Petting statt Pershing

Fr., 24.04.2020, 19.30 Uhr
So., 26.04.2020, 17.00 Uhr
 
Komödie
D 2018, Kinostart 2019, 97 Min., FSK ab 12
 
Regie: Petra Lüschow
Mit: Anna Florkowski, Florian Stetter, Christina Große
 

 

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©NFP 

Das Jahr 1983 in Westdeutschland: Die clevere 17-jährige Ursula Mayer lebt mit ihren spießigen Eltern Inge und Helmut sowie ihrem Großvater und ihrem kleinem Bruder Justus ein Leben in der Provinz, das zunehmend von den Idealen der 68er-Bewegung beeinflusst wird. Als eines Tages ein neuer Lehrer, Siegfried Grimm, in den kleinen Ort kommt, stellt er das Leben von Ursula auf den Kopf: Der charismatische Grimm organisiert Kurse zu Selbstbefreiung und gewaltfreien Protesten auf einem Bauernhof und setzt sich gegen Atomenergie und Aufrüstung ein. Damit erobert er nicht nur das Herz der 17-Jährigen, sondern auch das aller anderen Frauen im Ort. Als sich seine großen Worte jedoch als hohl erweisen und er sich zunehmend als Schürzenjäger herausstellt, will Ursula Rache…

Liebevoll aufgespießtes Zeitkolorit, eine strahlend unkonventionelle Hauptdarstellerin und atemlos in Stellung gebrachte Gags machen in dieser in den 80ern angesiedelten Coming-of-Age-Komödie schmunzeln.  

Shoplifters - Familienbande

Fr., 15.05.2020, 19.30 Uhr
So., 17.05.2020, 17.00 Uhr
 
Drama
J 2018, 121 Min., FSK ab 12
 
Regie: Hirokazu Kore-eda
Mit: Lily Franky, Kilin Kiki, Sakura Ando
 

 

 

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©Wild Bunch 

Mit der Goldenen Palme von Cannes gekröntes Drama um eine Familie, die sich mit Diebstählen durchschlägt — bis ein neuer Kopf hinzukommt.

Obwohl Osamu Shibata Vollzeit auf dem Bau arbeitet, verdient er gemeinsam mit seiner Frau, der Industriewäscherin Nobuyo, nicht genug, um die Familie über die Runden zu bringen. Nach der Arbeit nimmt Osamu den Sohn Shota mit in den Supermarkt, wo sie das Nötigste klauen. Zu Hause warten bereits die Teenager-Tochter Aki und die alte Großmutter Hatsue. Noch ein Familienmitglied wäre zu viel — müsste man meinen.

Denn als Osamu auf dem Weg zum Supermarkt die junge und durchgefrorene Yuri entdeckt, beschließt er kurzerhand, sie mit nach Hause zu nehmen. Zuerst will er sie nur waschen und ihr etwas zu Essen geben. Als Osamu und Nobuyo jedoch die Narben einer schlimmen Misshandlung an Yuri entdecken, nehmen sie das elternlose Kind bei sich auf. Yuri wird von der großen Familie behandelt, als hätte sie schon immer dazugehört. Ein unerwarteter Zufall bringt das ganze Familiengefüge jedoch durcheinander.

„Shoplifters - Familienbande“ — Hintergründe

2018 erhielt Regisseur Hirokazu Kore-eda die Goldene Palme des Filmfestivals von Cannes mit dem eigenwilligen und humorvollen Familiendrama. „Shoplifters“ erzählt von einer ganz besonderen Patchwork-Familie, die konstant am Existenzminium entlangschrammt und deshalb auch auf kleine Diebstähle angewiesen ist, um über die Runden zu kommen.

Wie schon in seinen vorherigen Filmen „Vater und Sohn“, der im Jahr 2013 den Preis der Jury von Cannes erhielt, und „Unsere kleine Schwester“, der im Jahr 2015 für die Goldene Palme nominiert war, erzählt Kore-eda erneut, was es überhaupt bedeutet, eine Familie zu sein. Warmherzig, augenzwinkernd, originell und dramatisch zugleich wirft er einen Blick auf die marginalisierte Unterschicht der Gesellschaft. Bei der Oscarverleihung 2019 hat „Shoplifters - Familienbande“ eine Nominierung in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film erhalten.  

Systemsprenger

Fr., 08.05.2020, 19.30 Uhr
So., 10.05.2020, 17.00 Uhr
 
Drama
D 2019, 125 Min., FSK ab 12
 
Regie: Nora Fingscheidt
Mit: Helena Zengel, Albrecht Schuch, Lisa Hagmeister,
Gabriela Maria Schmeide, Melanie Straub
 

 

 

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©Port au Prince

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen "Systemsprenger" nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei Mama wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien. Dieser Film ist eine Wucht. Benni ist eine Wucht, herausragend dargestellt von der 10jährigen Helena Zengel.

 Regisseurin Nora Fingscheidt hat für ihr Spielfilmdebüt jahrelang in Einrichtungen der Jugendhilfe recherchiert und ihre Beobachtungen in die Lebenssituation von Benni verdichtet. Sie weiss, dass die Realität solcher Kinder brutaler ist, als es der Film zeigt. Dieser Film ist atemlos und zutiefst berührend in seinen Momenten der Hoffnung. Er erzählt wie viel Arbeit und Hingabe es erfordert, ein Kind zu retten, das anscheinend verloren ist.

Dafür gab es mehr als verdient einen "Silbernen Bären" bei den 69. Internationalen Filmfestspielen Berlin.

  

Verachtung

Fr.,  06.03.2020, 19.30 Uhr
So.,  08.03.2020, 17.00 Uhr
 
Thriller, Krimi
D/DK 2018, Kinostart 2019, 119 Min, FSK ab 12
 
Regie: Christoffer Boe
Mit: Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares
 

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 ©NFP

 

Der Däne Jussi Adler-Olsen zählt längst zu einem der erfolgreichsten Krimiautoren. Bereits vier Filme der Carl Mørck-Reihe (Erbarmen“, „Schändung“, „Erlösung“, „Verachtung“ ) wurden verfilmt. Die Ermittlungen in der vierten Jussi-Adler-Olsen-Verfilmung führen Carl Mørck und Hafez el-Assad nach Sprogø - auf die Insel für ausgestoßene Frauen.

Die Ermittler Carl Mørck und Hafez el-Assad werden mit einem schaurigen Tatort konfrontiert: In einem verlassenen Apartment haben Handwerker drei mumifizierte Leichen gefunden – sie sitzen an einem gedeckten Tisch, an dem ein vierter freier Platz auf einen weiteren Gast wartet. Wer sind die Toten, und für wen ist der Platz bestimmt?

Die Spur führt Mørck und Assad zu einer Frauenklinik auf einer verlassenen Insel. Die grausamen Experimente, die hier an den Patientinnen durchgeführt wurden, sind ein dunkles Kapitel, das bislang als abgeschlossen galt. Nach und nach entdecken er und Assad die Geschichte von Nete Rosen, die in den 1930er Jahren in ein Leben voller harter Arbeit, Demütigungen und Misshandlungen geboren wurde, das seinen traurigen Höhepunkt in ihrer Zeit in der Anstalt auf der Insel Sprogø fand. Dort wurde sie gemeinsam mit vielen angeblich psychisch kranken und sozialuntauglichen Frauen eingesperrt, misshandelt und schließlich zwangssterilisiert.

Mørck und Assad finden Hinweise, dass die Täter von damals immer noch am Werk sind – und sie haben nicht viel Zeit, um weitere Morde und Übergriffe zu verhindern…